Sonntag, 11. März 2018
Mittwoch, 13. September 2017
Facetime mit Katzen
Wie uns das Internet hilft und wie du es für deine Kinder sicherer machen kannst. Prinzessin (16) hat sich in Kanada schon ein wenig eingelebt. Zweimal haben wir über FaceTime miteinander gesprochen. Die Zimmergenossin, ein Mädchen aus Calgary, sei nett, der Stundenplan sehr voll und ob wir ihr...
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Montag, 6. Februar 2017
Die kleinste Kleinigkeit
Wie Eltern Machtkämpfe mit ihren Kindern vermeiden können.
„Hast du deine Hände mit Seife gewaschen?“ – „Nein!“ – „Dann Abmarsch zurück ins Bad.“ – Nein, mach ich nicht.“ – „Dann brauchst du gar nicht an den Tisch zu...
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Donnerstag, 16. Juni 2016
Diskretion
Warum ich es so wichtig finde, nicht alles über meine Kinder zu erzählen.
Häufig fühle ich mich unwohl, wenn ich mit Freunden oder Bekannten über unsere oder deren Kinder spreche. Das sind jetzt alles Teenager, einige schon erwachsen, viele irgendwo dazwischen. Und wenn wir über sie sprechen, kom...
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Freitag, 19. Februar 2016
Anspruchsvolles Bürschchen
Um wie viel leichter wir Lösungen finden, wenn wir die vorschnellen Bewertungen lassen.
Gerade bin ich sehr stolz auf mich.
Kronprinz (18) fragte, ob ich heute morgen das Auto bräuchte oder ob er mit meinem Auto zur Schule fahren dürfe, er sei spät dran.
Ich dachte mir:
Das ist ja nicht mein Pro...
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Dienstag, 16. Juni 2015
"Die Sprache der Nichtannahme"
Warum die Art unserer Kommunikation so großen Einfluss auf die Familien-Stimmung hat.
Jetzt bin ich fast durch mit dem Buch „Die neue Familienkonferenz“ von Thomas Gordon und muss sagen, dass es mir nach fast 300 Seiten zu „psycho“ wird. Besonders das Kapitel über das ...
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Mittwoch, 14. Januar 2015
Glückliche Familie Nr. 262: Die Gefühls-Keule
Beim Italiener saß am Nebentisch eine Frau mit ihrem vierjährigen Sohn. Theo hatte vom Kellner Papier und Buntstifte bekommen, verlor aber bald die Lust am Malen und kletterte auf dem Schoß seiner Mutter herum. Er zog an dem Kragen ihrer Bluse und verdrehte die Kette.
"Hör bitte auf damit." Mutter konnte sich kaum noch mit der Freundin unterhalten, sprach rotgesichtig unter Theos Arm hindurch und gelangte nur unter großen Verrenkungen an Olivenöl und Brot. Theo verschärfte sein Programm, zog an ihrem Ohr, kniff sie in den Hals.
"Du schimpfst gar nicht." Der Junge ließ die Kette los und schaute seine Mutter groß an. "Ich mag Schimpfen nicht", sagte die Frau, "wir wollen doch lieb zu einander sein. Aber es macht mich traurig, wenn du mir weh tust."
Und Theo will es wissen. Ist meine Mama ein selbstbewusster Mensch aus Fleisch und Blut oder ein Dummy für meine Experimente?
Ich glaube, dass die breite Psychologisierung unserer Gesellschaft seit dem Psychoboom der 70er Jahre uns einen leichten Knacks verpasst hat. Wir lehnen Autorität ab und halten Macht für eine gefährliche Sache. Wir schlagen und demütigen unsere Kinder nicht mehr. Gott sei dank! Aber irgendwie sind viele von uns (ich eingeschlossen) auf der anderen Seite vom Pferd gefallen. Wir glauben, alles mit erklären, verstehen, reden, sich über Gefühle austauschen ... lösen zu können. Und wenn das dann nicht funktioniert, sind wir so verunsichert, dass unsere persönliche Autorität verloren geht. Leider spüren Kinder das sehr genau.
Eltern trauen sich nicht mehr zu sagen: "Ich will das nicht" oder das Kind zu nehmen und ohne große Worte auf den Boden zu setzen.
Manche Eltern trauen sich nicht mehr, ungebremst sie selber zu sein.
Stattdessen setzt Theos Mutter die "Gefühls-Keule"ein. "Es macht mich traurig, wenn du mir weh tust."
Als wäre Theo verantwortlich für die Gefühle seiner Mutter. Nicht Theo macht sie traurig. Sie fühlt sich schlecht, weil sie nicht eingetreten ist für ihre eigenen Grenzen. Das kann sie nicht dem Vierjährigen in die Schuhe schieben.
Wenn man das ständig so macht (gerne genommen wird auch "ich bin enttäuscht von dir" oder umgekehrt "Es macht mich glücklich, dass du eine 1 in Mathe hast"), erzieht man Kinder dazu, sich verantwortlich zu fühlen für die Gefühle ihrer Eltern und anderer Menschen. Eine unglaubliche Bürde.
Ich weiß, das ist ein sehr schmaler Grat. Auch ich habe schon geschrieben, man solle authentisch sein und Ich-Botschaften senden. Aber authentisch wäre in Theos Fall zu sagen: Stufe 1: "Hör auf damit, ich will das nicht." Stufe 2: "Ihn zu nehmen und wieder auf seinen Stuhl zu setzen." Und nicht: "Ich bin traurig, wütend, enttäuscht ...".
- Entschieden einstehen für seine eigenen Grenzen. "Ich will das nicht!"
- Die eigenen Gefühle nicht als Hebel in der Erziehung einsetzen.
- Wenn ich ein verheultes Gesicht habe und die Kinder fragen "warum?", erkläre ich natürlich, dass ich traurig bin, weil zum Beispiel ein guter Freund so schwer erkrankt ist, aber ich setze meine Gefühle nicht als Druckmittel gegenüber den Kindern ein.
Eure Uta
Mittwoch, 3. Dezember 2014
Glückliche Familie Nr.: 255: Scheidung gut überstehen
Im neuen GEO Wissen mit dem Thema "Wie Erziehung gelingt" habe ich wichtige Hinweise für Scheidungseltern gelesen. Sie stammen aus dem Artikel "Die Zeit danach" von Alexandra Rigos (Seite 138 bis 144). Mit gefällt gut, dass der Text zumindest im Ansatz Möglichkeiten aufzeigt, wie Kinder eine Scheidung besser überstehen können.
Ich picke einmal die Wertvollsten heraus:
- Wenn sich die Eltern getrennt haben, gilt als kinderfreundlichste Wohnlösung das "Nestmodell". Die Kinder bleiben in der angestammten Wohnung der Familie, Vater und Mutter nehmen sich jeweils eine eigene kleine Wohnung und leben dann abwechselnd bei den Kindern. So verlieren die Kinder nicht ihr vertrautes Umfeld. Außerdem bleibt ihnen das ständige Taschepacken erspart. Dies ist natürlich eine teure Variante, aber vielleicht ist das für die eine oder andere Familie machbar.
- Die amerikanische Psychologin Mavis Hetherington weist auf Folgendes hin: "Schlimmer noch als Eltern, die sich streiten, sind geschiedene Eltern, die weiter streiten." Hetherington muss es wissen. Sie hat den Lebensweg von 2500 Kindern über einen Zeitraum von 30 Jahren begleitet.
"Meinungsverschiedenheiten bei jedem Übergabetermin, aber auch Sticheleien gegen den anderen Elternteil oder Versuche, das Kind über die Verhältnisse beim Ex-Partner auszuhorchen, drängen den kleinen Menschen in einen Loyalitätskonflikt." (GEO Wissen, Nr. 54, Die Zeit danach von Alexandra Rigos, S. 142)
- Remo Largo wird zitiert mit dem Hinweis, dass es "eine Form von emotionalem Missbrauch" sei, wenn Mutter oder Vater das Kind zum Vertrauten machen und ihm ihre jeweiligen Probleme erzählen würden.
- Für das Kind sei es hilfreich, wenn es eine neutrale Bezugsperson, zum Beispiel eine Psychologin, habe, der es von sich erzählen kann, ohne auf die Eltern und deren Befindlichkeiten Rücksicht nehmen zu müssen.
- Statt die Trennungsentscheidung zu begründen, sollten Eltern den Kindern lieber aufzeigen, wie es jetzt weitergehen kann. "Das einzige, was für Kinder zählt", so noch einmal Largo, "ist die Erfahrung, dass sie nach einer Scheidung nicht verlassen sind."
- Kinder unter vier Jahren brauchen kurze Besuche alle paar Tage, um zum Vater (meistens bleiben die Kinder ja bei der Mutter) überhaupt eine Bindung aufzubauen. Ein Rhythmus von 14 Tagen ist in dem Alter nicht ausreichend.
- Ein neuer Lebenspartner sollte den Kindern nicht sofort präsentiert werden geschweige denn gleich bei einem der Elternteile einziehen. Laut GEO-Artikel empfiehlt Jesper Juul mit dem Zusammenziehen mindestens zwei Jahre zu warten. Ich bin außerdem den Ansicht, dass Kinder bei dieser Entscheidung ein Mitspracherecht haben.
- Schon in dem sehr empfehlenswerten ZEIT-Artikel "Das Trauma überwinden" von Martin Spiewak bin ich auf Möglichkeiten gestoßen, wie Eltern ihr Kind gut durch eine Trennung begleiten können. Spiewak schreibt: "Anwälte ... gelten in Jugendämtern traditionell als Störfaktoren, weil sie statt des Kindeswohls die Interessen von Mutter oder Vater im Blick haben und die Konflikte noch zusätzlich anheizen." Stattdessen gilt heute das Deeskalationsmodell des Familienrichters Jürgen Rudolph aus Cochem im ganzen Land als vorbildlich. Von Rudolph bekommen streitende Paar die Auflage, sich einer Mediation zu unterziehen. Er hat Juristen und Sozialpädagogen an einen Tisch gebracht.
- Hilfreich für Eltern ist hierbei der Kurs "Kinder im Blick", der inzwischen bundesweit angeboten wird (hier findet ihr Einrichtungen in eurer Nähe, die den Kurs anbieten). Er unterstützt Eltern dabei, gute Umgangsregeln in der Scheidungszeit zu treffen.
- Martin Spiewak berichtet aus einem solchen Training: "Die Eltern sollen die Augen schließen und sich in die Zukunft versetzen. Es ist der 18. Geburtstag ihres Kindes, und das Kind nutzt die Gelegenheit, um den Eltern zu danken. 'Ich bewundere, dass es euch trotz der schweren Trennung gelungen ist, ....'" In Gedanken soll jeder den Satz vervollständigen. Hörbares Schlucken in der Runde."
Sonntag, 26. Oktober 2014
Glückliche Familie Nr. 248: Gespenster der Kommunikation
Zurück von der Reise türmt sich die Wäsche und das Laub im Garten. Überall liegt was herum. Zerknickte Reiseprospekte, Flugtickets, ungeöffnete Post und dazwischen Teenager mit einem Joystick oder Tablet, weil sie ja "seit Ewigkeiten" nicht mehr spielen oder Videos gucken konnten.
Ein Koffer (ihrer!), aus dem die Schmutzwäsche quillt, steigert das Gefühl der Entspannung. Behende steigen sie darüber (selbst im Dunkeln) und begeben sich wenige Meter entfernt davon in Chill-Pose (also horizontal mit internetfähigem Medium). Sie ziehen vorher noch was Lockeres an. Und das, was sie ausziehen, sackt zusammen und übersät wie bunte Maulwurfshügel den Teppich.
Weil sie so gut vernetzt sind, wissen die Freunde von ihrer Heimkehr, noch bevor wir die Haustür aufschließen. Sätze wie "Kann ich bei Lea übernachten, wir haben uns ja soooooo lange nicht gesehen" fallen, kaum dass die Katzen geherzt und wieder auf den Boden gestellt sind.
"Jetzt kommt doch erst mal wieder richtig an" will dagegen niemand hören. Wenn die, die noch unter 20 sind, herumliegen mit ihren Freunden digitaler oder lebendiger Art, sind sie so sehr angekommen, dass jeder Schritt (zum Beispiel Richtung Wäschekorb) als Zumutung empfunden wird.
Die Reiseheimkehr ist die klassische Situation, in der ich sauer werde. Dann kommt sofort das "Bleibt-wieder-alles-an-mir-hängen"-Gefühl auf: Uta ist die einzige auf der Welt, die etwas arbeitet, neues Toilettenpapier einspannt, schmutzige Socken entknubbelt, was zu Essen auf den Tisch bringt.
Seht her, was die Jeanne d'Arc des Haushalts für Opfer bringt, um ihrer Familie mit rissigen Händen ein wohliges Heim zu schaffen!
Aus diesem selbstmitleidigen Kontext erwachsen die Eltern-Sätze, die gar nichts bringen.
"Könnt ihr vielleicht auch mal einen Schlag tun?"
"Hätten die Herrschaften vielleicht die Güte, die Spülmaschine auszuräumen?"
"Muss der Mülleimer erst überquellen, ehe jemand die volle Tüte herausbringt?"
"Sollen die Koffer hier noch bis Weihnachten stehen?"
Das sind die Momente, in denen ich merke, dass es mir gut tut, inne zu halten und mir über den Kontext klar zu werden, in dem ich gerade zu den Kindern spreche.
Das ist so etwas wie:
"So einen tollen Urlaub haben sie geboten bekommen und jetzt hängen sie faul auf ihren Zimmern."
= Undankbarkeit
Dabei hatten wir die Idee zu diesem Urlaub und sie waren - bei genauer Betrachtung - überhaupt nicht undankbar.
"Jugendliche heute sind so passiv. Ständig hängen sie vor irgendwelchen Medien und konsumieren Inhalte, statt aktiv zu werden und sich für irgendetwas zu engagieren."
= Passivität
Dabei liest Prinzessin (13) auf ihrem Handy ein Buch nach dem anderen. So wie ich früher in Papierbücher versunken war, liest sie halt elektronisch; und der Kronprinz (17) ist am Computer engagiert und lernt gerade, wie er selber "eggs benedict" machen kann.
"Sie nehmen überhaupt nicht wahr, wie ich treppab und treppauf renne, um alles wieder schön zu machen?!"
= mangelndes soziales Verhalten
Dabei hatte Kronprinz erst zuvor am Flughafen einer alten Dame all ihre Koffer vom Gepäckband gehoben, während ich gar nichts schnallte und rief: "Das sind doch gar nicht unsere." Wie peinlich!
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| Kontexte - die Gespenster unserer Kommunikation. Diese Gespenster gruselten uns als Halloween-Dekoration vor einem Haus in New Hampshire (USA), durch das unsere Reise führte. |
Wenn ich das Chaos Chaos sein lasse, mir erst einmal eine Tasse Kaffee koche und mir darüber klar werde, was alles mitschwingt, wenn ich sage "Kannst du jetzt vielleicht auch mal ein Schlag tun,
Denn für unsere unausgesprochenen Botschaften haben Kinder ein klares Gespür. Unsere abfälligen Meinungen über sie wittern sie wie der Polizeihund die Drogen im Koffer.
Nach dem Kaffee bin ich deutlich entspannter, stelle die Tasse in die Spülmaschine, kippe die Vorurteile in den Müll und kann ganz sachlich sagen:
"Du musst den Koffer nicht sofort auspacken, aber ich möchte, dass er leer ist, bevor du zu deiner Freundin gehst."
"In einer halben Stunde fahre ich los und hole Getränke. Wer kann mir helfen, sie in den Keller zu tragen?"
"Wer am Montag in der Schule wieder eine saubere Jeans haben möchte, muss sie jetzt an die Treppe legen."
Keine Ironie, keine unausgesprochenen Vorurteile, keine negativen Schwingungen und gleich ist die Atmosphäre ganz anders.
Immer fröhlich nicht nur auf das achten, was wir sagen, sondern auch auf das, was wir senden.
Eure Uta
PS: Schön war zu sehen: Als ich selbst die Jammerhaltung verließ, habe ich es richtig genossen, zu Hause alles wieder heimelig zu machen. Ja, ja, alles eine Frage der inneren Kontexte!
Dienstag, 26. August 2014
Glückliche Familie Nr. 238: Unechte Fragen
Am Sonntag nach dem Essen fragte ich den Kronprinzen (16), ob er mir beim Abwasch helfen würde.
Er sagte: "Nein."
Ich sagte: "Okay."
Während ich die Arbeit allein machte, war ich ganz im Reinen mit uns beiden. Denn mir fiel ein, dass ich Kronprinz am Vortag gefragt hatte, ob er die Spülmaschine ausräumen könnte. Und er hat es gemacht.
"Wer eine Frage stellt, muss auch mit einem 'nein' leben können."
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| Spülen oder spielen? |
Inzwischen habe ich ein deutliches Gefühl, wann ich etwas anordnen möchte, weil es höchste Zeit ist, dass die beiden etwas im Haushalt tun, und wann ich einfach nett frage möchte, ob mir jemand bei einer Arbeit helfen könnte, und es auch okay ist, wenn ich ein 'nein' zu hören bekomme. Umso mehr freue ich mich, wenn sie mir in einer Situation zur Seite springen, in der ich gar nicht damit gerechnet habe.
"Wer nicht 'nein' sagen darf, der handelt 'nein'."
Wenn Eltern von ihrem Kind erwarten, dass es zum Ballett (Tennis, Karate, Geigenunterricht, Treffen mit Tante Klara) geht und das Kind nicht 'nein' sagen kann, weil die Erwartung wie eine Wolke im Raum hängt, wird das 'nein' sich einen anderen Weg bahnen: das Kind wird bockig bei der Wahl der Socken, rastet bei irgend einer Kleinigkeit aus, bekommt Bauchschmerzen, Ohrenweh, mysteriösen Hautausschlag.
Deshalb ist es gut, sich bei wichtigen Angelegenheiten zu fragen, ob das Kind wirklich 'nein' sagen darf. Darf es das nicht, sollte man lieber anordnen:
"Heute fahren wir zu Tante Klara. Ich weiß, dass du dich dort immer langweilst, aber du musst trotzdem mitfahren. Ich könnte dir allerdings anbieten, dass deine Freundin Anna mitkommen darf/ wir im Auto das neue Hörbuch hören ....."
Warum sollen wir Wahlmöglichkeiten suggerieren, wenn es keine gibt?
Alle Eltern lieben ihre Kinder. Alle Kinder lieben ihre Eltern. Nur häufig schaffen es die Parteien nicht, diese Liebe zu kommunizieren. Da wird nicht zugehört, da werden Vorwürfe gemacht, da wird jemand öffentlich lächerlich gemacht, da gibt es zu wenig Anerkennung, da wird viel zu viel geschimpft.
"Einer unserer dänischen Kinderspezialisten hat mal ein Projekt mit Kindern zwischen drei und sechs Jahren durchgeführt. Sie haben dabei erfahren, dass 90 Prozent der befragten Kinder es so empfinden, dass Eltern 80 Prozent der Zeit, die sie mit ihnen verbringen, schimpfen. Die befragten Erwachsenen hingegen meinten, sie würden nur 10 Prozent der Zeit schimpfen." (Jesper Juul: Wir sind für dich da. 10 Tipps für authentische Eltern, Freiburg im Breisgau 2014, Seite 102)
Also immer fröhlich unterscheiden zwischen echten Fragen und klaren Anordnungen und nicht so viel schimpfen.
Eure Uta



