Großes Dankeschön und Weihnachtsgruß.
Mit diesem Foto, das der Kronprinz (19) vor ein paar Tagen aus Vancouver geschickt hat, möchte ich euch fröhliche Weihnachten wünschen.
Vielleicht inspiriert das die deutsche Frau Holle auch noch zum Bettenmachen.
Vancouver an einem Dezember-Morgen in aller F...
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Mittwoch, 21. Dezember 2016
Unser größtes Geschenk landet morgen
Donnerstag, 31. Dezember 2015
Große Brötchen
Was ich euch für das neue Jahr wünsche.
Ich habe es nicht so mit Jahresrückblicken. Zurückschauen, sinnieren, grübeln, Abschied nehmen. Die Jahre sollen nicht winkend an mir vorbeiziehen, ich will gestalten, Neues erschaffen, wirksam sein.
So wie Eckhart Tolle sagt: „Ich habe wenig Verwendung für...
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Mittwoch, 23. Dezember 2015
Mein Weihnachten als Kind
Wie man als Kind die Stunden bis zur Bescherung herumbringt und mit dem Spaniel unter der Wohnzimmertür schnüffelt. Denn nie ist ein Tag so lang wie der, der Heiligabend heißt.
Weihnachten ist für mich ein bestimmter Duft, ein kühler Hauch von Tanne und selbst gemachtem Rosenwasser-Marzipan. So e...
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Mittwoch, 16. Dezember 2015
Der Knackpunkt bei den Weihnachtskarten
Wie man mühelos weiter kommt, wenn ein Projekt ins Stocken gerät.
Ich wollte Weihnachtskarten schreiben. Längst. Ein Foto von uns Vieren sollte vorne auf die Karte und innen persönliche Worte. Den Akku von den Kamera hatte ich schon aufgeladen, um ein Foto beim Weihnachtsbaum-Schlagen zu schi...
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Montag, 14. Dezember 2015
Im Netzstrumpf neben dem Auto
Mit Ritualen eine warme Basis schaffen.
Wir waren gestern auf dem Land bei Kartoffel-Willi einen Weihnachtsbaum schlagen, nein, motorsägen. Seit 11 oder 12 Jahren fahren wir dorthin: die Nachbarn mit ihren zwei Kindern und dem Hund und wir vier von der Katzenklo-Familie. Ihr dürft euch keinen i...
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Dienstag, 23. Dezember 2014
Glückliche Familie 259: Glühwein am Bett
Bevor der Blog eine kleine Weihnachtspause einlegt, gibt es eine Zusammenstellung von dem, was mich in den vergangenen Tagen bewegt hat:
Jörg, der Vater von Linus, der nicht mehr in den Kindergarten gehen wollte, hat sich noch mal gemeldet. Er schreibt:
Das ging am Anfang zwar nur mit viel Überreden, dann aber immer besser. Wenn wir ihn jetzt abholen, dann schläft er uns ... im Kinderwagen ein. Also ist es sicher gut, ihn nicht länger dort zu lassen. Er macht nämlich auch seit 2-3 Wochen keinen Mittagsschlaf mehr... (Als gäbe es nicht schon genug Veränderungen zur Zeit;)Wir haben dann beschlossen, Linus jeden Tag hinzubringen, dafür aber schon deutlich früher zu holen. Konkret von 14:00/14:30 Uhr bis 16:30, also vor dem Abendessen.Deine Tipps haben mir sehr geholfen. Einfach weil sie mir zum Teil gezeigt haben, dass wir doch einiges richtig machen (Exklusiv-Zeit mit Mama z.B.), andererseits waren auch gute Denkanstöße dabei.Liebe Uta,so, jetzt habe ich ein bisschen Zeit, dir zu schreiben, wie es uns geht:Außerdem haben wir mit den Erzieherinnen kommuniziert, dass wir ihn nicht schreiend abgeben und sie uns bitte die Zeit lassen, die wir brauchen, bis er freiwillig dableiben möchte. Das akzeptieren sie auch einigermaßen.Insgesamt hat sich das Thema deutlich entspannt. Die Zwillinge werden größer/robuster, Mama kann sich wieder etwas mehr Zeit für ihn nehmen und wir lernen einfach auch dazu, dass sein Schreien seine letzte und sicherste Möglichkeit ist, unsere Aufmerksamkeit zu bekommen. Meistens versucht er ja alles andere zuerst, aber mit zwei kleinen Babys wird der Größere nicht immer sofort beachtet. Leider.
Noch ist nicht alles immer super, aber wir fühlen uns wieder auf einem guten Weg.Wenn der Wechsel nächsten September in die "richtige" Kindergartengruppe ansteht, dann erwägen wir evtl. einen Wechsel in einen Waldkindergarten. Wir denken, dass er da einfach eher der Typ für ist.Muss man sehen wie eng die Freundschaften im Waldorfkindergarten dann gewachsen sind etc...Vielen Dank nochmal!!Liebe Grüße,
Jörg
Noch nicht gemeldet hat sich das "Wolkenschaf", das bei mir das Buch "Manchmal bin ich wütend" gewonnen hat. Könnte ein Vorsatz für das neue Jahr werden: Immer fröhlich sich bei Uta melden.
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| Engel an "Wolkenschaf": "Bitte melden und Adresse senden!" |
Gestern Abend habe ich im WDR einen Film über Udo Jürgens gesehen: große Auftritte, Interview-Ausschnitte und vieles mehr. Er blickt auf sein Leben zurück und auf die immer größer werdenden Erfolge. An einer Stelle ist er plötzlich ganz bewegt und hat Tränen in den Augen. Nicht als er vom Grand Prix erzählt, nicht vom Bambi oder vom Deutschen Musikpreis, sondern davon, wie seine Eltern kamen, als er sie eingeladen hat, seine Plattenaufnahme mit den Berliner Philharmonikern zu erleben. Endlich, so Jürgens sinngemäß, konnte er seinen Eltern zeigen, dass er mehr war als "nur" ein Schlagersänger.
Anerkennung von den eigenen Eltern - für wie viele Menschen ist das ein Lebensthema! Und weil sie davon nicht lassen können, bleibt es bis zum Ende ein Fass ohne Boden. Auch Jürgens war - wenn ich das richtig recherchiert habe - schon 44, als er die Eltern zu den Aufnahmen einlud. Ob Kronprinz (17) und Prinzessin (13) auch mal einen solchen inneren Mangel mit sich herumschleppen? Ich hoffe nicht. Also, für mich müssen es nicht die Berliner Philharmoniker sein. Mir reicht es, wenn wir uns auch in zehn oder zwanzig Jahren regelmäßig treffen und Nähe erleben dürfen.
Der Vater meiner Freundin ist schwer krank. Er wird wahrscheinlich in den nächsten Monaten sterben. Seine Frau ist da, seine drei Kinder sind angereist, zwischendurch auch die Enkel und Schwiegerkinder, gestern kam noch seine Schwester. Mal sind sie gemeinsam an seinem Bett, mal wechseln sie sich ab. Meine Freundin schreibt:
"Gestern war soo ein schöner Tag. Mit ganz viel Nähe und Verbundenheit. Heute merken wir, dass er schon wieder einen Schritt weiter gegangen ist. Er weiß es. Schmerzen hat er keine. Er steht auch noch auf und geht alleine zum WC. Gestern haben wir an seinem Bett Glühwein getrunken. Wir weinen und wir machen Witze. Es ist traurig, aber nicht schrecklich. Alles ist gut."
und einen Tag später:
"Er wird durchhalten, bis Greta und Hanna nach Weihnachten kommen. Er steht noch auf und geht selbständig ins Bad. Er isst auch noch. Aber er hat sich auf den Weg gemacht. Gestern haben wir über unseren Kontext über Sterben nachgedacht. ... Er geht voran, so, wie er das immer gemacht hat, in den nächsten Raum, die nächste Ebene, ins Licht ...Und wir alle werden ihm folgen. Irgendwann. Kein Aufgeben, kein Mangel, kein Fehlen, sondern Mut und Vorangehen. Sein Leben ist einfach vollständig. Das Bild hat ihn erreicht, das fand er gut. Dass er jetzt der Erste ist, findet er allerdings scheiße."
Geboren werden, sterben, Witze machen, traurig sein - alles darf nebeneinander sein. Euch allen schöne Weihnachten!
Sonntag, 7. Dezember 2014
Glückliche Familie Nr. 256: Und - plob - ist alles anders
Ich bin ja wieder zu spät mit allem. Wie eigentlich seit 30 Jahren.
Gut, ich hatte drei Löcher kurz vor dem Weisheitszahn und habe Stunden beim Zahnarzt zugebracht, mit dem Ergebnis, dass sich die Reihe oben rechts mit der Zunge anfühlt wie die Torbögen vom Prinzipalmarkt, nur rauer und ohne Beleuchtung.
Und unser Kater hat eine entzündete Pfote, weshalb ich sehen konnte, dass bei der Tierärztin an ihrem Privateingang auch noch ein Bund Tannengrün liegt, an das sie eines Tages Ostereier hängen kann, wenn immer diese ganzen Notfälle kommen in großen und kleinen Boxen und humpelnd an der Leine.
Aber die Tierärztin ist sowieso ein Engel, die braucht gar keine hinzustellen.
Es gibt also noch mehr Leute, die auf ihrem Weihnachtserledigungszettel im ersten Fünftel feststecken.
Dabei wollte ich doch dieses Mal so früh ...
Als Kind habe ich am Heiligen Abend Gebasteltes verschenkt, bei dem der Kleber noch nicht trocken war.
Egal, ob ich gerade in einer stressigen Phase steckte oder nicht - ich kann mich an keine wirklich entspannte Vorweihnachtszeit in meinem Leben erinnern.
Vielleicht sollte ich wie Pettersson aus dem Bilderbuch einen Baum schlagen gehen, hier in unserem Vorortwäldchen. Ich könnte im nassen Laub ausrutschen, mich im Schlittenseil verfangen (an den Schlitten denken!) und mir das Bein verstauchen. Dann lege ich mich bis Weihnachten auf die Couch und alle Nachbarn und Verwandten kommen und bringen Schnitzbrot und feine Pasteten. Und der Kater schmückt den Baum mit Korkenziehern, Löffeln, Kugelschreibern.
Aber nun ist mir der zuvorgekommen und hat eine schlimme Pfote.
Der Advent verträgt sich nicht mit meiner Lebensphilosophie. Leben im Hier und Jetzt, jeden Tag so gestalten, als wäre es der Letzte, nicht auf ferne Ziele hinleben, sondern den Augenblick genießen.
Advent ist der Gegenentwurf: Zeit der Erwartungen, hinarbeiten auf die ferne Erlösung, permanente Hektik gesteigert durch eingeschobene Besinnlichkeit.
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Bis hier hin war ich gestern gekommen und habe gemerkt, dass mein Advent so ist, weil ich ihn genau so haben will.
Ich könnte es ja ändern, mache ich aber nicht.
Das einzige, was ich ändere, ist, mich nicht mehr dafür runter zu ziehen. Und - plob - ist alles anders:
- Ich genieße es, diesmal nur einen Teil der Deko aus dem Keller zu holen.
- Wir freuen uns, dass der Kater wieder zaghaft die Pfote auf den Boden setzen kann und sich dankbar an uns schmiegt.
- Ich weiß, dass - wenn ich den Fotokalender nicht mehr schaffe sollte - ich eine bessere Idee haben werde.
- Ich setze mich im Einkaufszentrum auf die Bank und beobachte die Leute. Ich sehe plötzlich keine grauen Gesichter mehr, sondern Menschen, die sich beeilen, weil sie anderen eine Freude machen möchten.
- In den Supermärkten in meinem Umkreis sind die Domino-Steine ausverkauft. Ich liebe Domino-Steine, aber ich bin froh, dass ich mal einen klitzekleinen Mangel erleben kann, wo wir doch sonst immer alles im Überfluss haben.
- Ich bin dankbar, dass das Kissen platzte, das ich Prinzessin (13) für die Schulski-Reise nähen wollte. Das Wohnzimmer sah aus, als hätte ich ein Huhn gerupft. Prinzessin kam und sagte: "Komm, wir packen uns vor den Fernseher." Später hatte ich wieder Energie, saugte alles auf und nähte das schönste Kissen, das mir je gelungen ist.
- Ich bin dankbar, dass der Kronprinz (17) kurz Bauchschmerzen hatte. Denn deshalb konnte er nicht zum Karate, dafür aber ein wenig später mit zum Reisebus, um Prinzessin (13) zu drücken, bevor sie nach Österreich aufbrach.
- Ich habe ein Stück Marzipan-Stollen genossen, Krümel für Krümel. Denn er kam per Post von meinen Eltern. Sie sind beide über 80. Meine Mutter hat ihn gebacken mit Frischhefe und ohne Zitronat, mein Vater hat ihn sorgfältig in eine große Schachtel gebettet, das Paket beschriftet und zur Post gebracht. Besser kann
LebenStollen nicht schmecken.
PS: In der Bank bekam ich ein Werbegeschenk, eine kleine Schachtel mit zwei ... ja was? ... Domino-Steinen.
Freitag, 18. April 2014
Glückliche Familie Nr. 214: Konsum bei Kindern und Hasen
Es gibt ja in Zeitschriften diese Vorher-Nachher-Bilder, vor der Diät - nach der Diät, vor dem Styling - nach dem Styling.
Unser Osterhase äußerte heute morgen den Wunsch, für meinen Blog ein solches Shooting zu machen.
Bei Kronprinz (16) hatte er gesehen, dass dieser sich für den Abschlussball vom Tanzkurs eine Krawatte band. Erst wollten die Pfoten nicht so wie der Hase wollte, aber dann ...
Um das Thema "Wie viel Konsum braucht der Mensch, vor allem auch der Mensch mit Kindern?" geht es gerade bei Fräulein im Glück. Sie hat mich eingeladen, in einem Gastbeitrag darüber zu schreiben, wie Eltern mit dem Haben-Wollen von Jugendlichen umgehen können. Zum Lesen hier entlang.
Frohe Ostern, Fräulein im Glück, und vielen Dank für die schöne Veröffentlichung!
Euch anderen wünsche ich auch fröhliche Feiertage und wenn eure Osterhasen jetzt quengeln, dass sie auch so eine Krawatte wollen, dann wisst ihr ja Bescheid.
Eure Uta
Montag, 30. Dezember 2013
Glückliche Familie Nr. 190: Inneres Leuchten
Am Samstag saß ich in der Morgendämmerung neben dem getunten Weihnachtsbaum und überlegte mir Vorsätze für 2014.
Aber statt zu gucken, womit ich aufhören muss oder was ich dringend tun sollte (denn das kommt alles von außen, schadet mir, halte ich sowieso nicht durch), kochte ich mir meinen Lieblingstee, zündete eine Kerze an und ließ in ihrem Licht einen Altsilber-Zapfen schimmern.
Ich atmete so tief ein und aus, dass es einen kleinen "Xaver" gab für die Flamme und sinnierte über folgende Fragen:
- Was tut mir gut im neuen Jahr?
- Was inspiriert mich?
- Was ist es, was mich zum Leuchten bringt?
- Wofür brenne ich? (Das ist mehr als 'Wozu habe ich gerade Lust?', das geht tiefer.)
- Wofür strenge ich mich gerne an?
| Münster, Prinzipal-Markt |
Später zog ich alleine durch die Stadt, kaufte Socken, lauschte einem Pianisten auf dem Markt, suchte in der Lamberti-Kirche nach meiner Inspiration für 2014. Erschöpft ließ ich mich schließlich neben meinem Mann auf das Hotel-Bett sinken.
"Guck mal, der Artikel ist doch was für dich", meinte der Soßenkönig und schob mir sein iPad rüber.
Ich las diesen Artikel über die "Erziehung zum Elternsein" von einer Drehbuchautorin, die eine Ausbildung bei Jesper Juul absolviert hat. Und ich war einfach nur selig.
"Kennst du diese Ausbildung?", fragte mein Mann.
"Ja, davon habe ich schon gelesen." -
"Warum erkundigst du dich nicht mal danach?"-
"Ja, du sagst doch immer, dass ich mich noch zu-Tode-fortbilden werde und dass ich einfach loslegen soll mit dem Eltern-Coaching." -
"Ja, das stimmt. Aber so, wie sich das hier liest, steht dein Name quasi vorne drauf."
(Auch wenn er so ungeduldig werden kann in Parkhäusern und an Bratwursttresen - ist er nicht zum Küssen, dieser Mann?)
Manchmal zerbreche ich mir den Kopf über die Lampedusa-Flüchtlinge und den Weltfrieden und fühle mich so ohnmächtig. Jetzt weiß ich wieder, dass der Weltfrieden eine Nummer zu groß für mich ist. Der Frieden in Familien - das ist mein Ding, das ist das Gebiet, wo ich meinen Beitrag leisten kann, wofür ich mich gerne anstrenge, was mich zum Leuchten bringt.
Also ganz tief aus mir drin und aus dem Internet mein wichtigster Vorsatz für 2014: Ich mache mich schlau über die Juul-Fortbildung und - wenn alles passt - melde ich mich an.
Und ihr?
Werdet ihr 2014 wieder ein Stück mehr der Mensch, der ihr wirklich seid?
Wovon seid ihr beseelt?
An dieser Stelle möchte ich euch ganz herzlich dafür danken, dass ihr meinem Blog folgt, mir so viele anerkennende Kommentare schreibt, mir eure guten Wünsche schickt und mir aus eurem Leben erzählt und immer wieder Anteil nehmt an meinem Leben mit Soßenkönig, Kronprinz (16) und Prinzessin (bald 13).
Ganz herzlichen Dank dafür!
Ich wünsche euch allen ein rauschendes Silvester-Fest und ein erfülltes Jahr 2014
Eure Uta
Sonntag, 22. Dezember 2013
Glückliche Familie Nr. 189: Eis am Stiel und Baum-Tuning
Wir befinden uns in der letzten Phase der Weihnachtsvorbereitungen. Prinzessin (12) möchte noch ins Einkaufszentrum, um Geschenke zu besorgen, aber ich habe längst abgeschlossen mit dem Einkaufszentrum. "Du kannst ein Gedicht schreiben oder etwas basteln, aber ich setze keinen Fuß mehr ins Einkaufszentrum."
Jetzt ist die Phase der Gutscheine, der großen Versprechungen. "Frühstück ans Bett", "Einladung zum Döner-Mann", "Dreimal Rasenmähen im Sommer" ausgedruckt in Zapfino -Schrift.
Da können wir schon den Baum aufgestellt haben, die ersten Kirchenglocken läuten und es kommen noch so Fragen wie "Meinst du, Oma freut sich über eine Handcreme?"
Ich fürchte, das haben die Kinder von mir. Wenn es in letzter Minute nicht stressig wird, ist es kein Weihnachten.
Ich erinnere mich an eine Straußenvogel-Marionette, die ich als Kind meiner Schwester Nummer 3 gebastelt habe. Die Füße bestanden aus Joghurt-Bechern, Hals und Beine aus Wollkordel und der Körper aus einer Styropor-Kugel, die in einen Buttermilchbecher gedrückt und mit Federn gespickt wurde. Es war eine halbe Stunde vor der Christmette, als der Styropor-Popo aus dem Becher rutschte, davon kullerte und alle Federn verlor. Den Vogel ohne Unterleib und mir verband die Verzweiflung und sich endlos ziehende Uhu-Fäden.
Irgendwie habe ich es noch geschafft. Und wer Spaß an Klebstoff-Schnüffeln hat, wäre neben mir in der Kirche sehr glücklich geworden.
Das ist schöner Stress. Der andere aber, der kommt mir nicht ins Haus. Die Selbstvorwürfe, dass man wieder zu spät angefangen hat, dass man Weihnachten einfach nicht unter Kontrolle kriegt, zu blöd ist, sich frühzeitig um das Familienfoto für die Grußkarten, das perfekte Zimtparfait und die liebevollen Geschenkanhänger zu kümmern.
Jetzt ist die Phase, in der man Mut zur Lücke braucht.
Ich sage euch mal meine Lücken:
- Der Saxophon-Lehrer hat diesmal keine Kekse und keine Karte bekommen.
- Das Haus ist nicht wirklich weihnachts-fein. Seit der Flurrenovierung in der vergangenen Woche liegt fast überall noch ein feiner Staub vom Wändeabschleifen. Hier im Arbeiszimmer kann man mit dem Finger Weihnachtsmotive zeichnen auf dem Sideboard, dem Drucker-Deckel, der Fensterbank. Braucht jemand Vorlagen zum Runterladen oder ein Tütchen weißen Staub? Einfach nur einen Kommentar mit deinem Namen ...
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| Provisorische Flur-Garderobe, fotografiert durch den Spiegel, der noch schief hängt. |
- Wir waren gestern erst unterwegs, um einen Weihnachtsbaum zu schlagen. Der Schönste, den wir gefunden haben, braucht mehrere Ast-Transplantationen. Soßenkönig und Kronprinz (16) haben jedes Jahr viel Spaß damit, Löcher in den Stamm zu bohren und Äste kunstvoll zu versetzen. Für das Baum-Tuning braucht man: Bohrmaschine, Sekundenkleber und eine klare Vorstellung von der Kegelform eines Weihnachtsbaumes.
- An Heilig-Abend gibt es bei uns keine Ente, die ständig begossen, keinen Fisch, der auf den Punkt gegart werden muss. Bei uns hat das Büfett der Lieblingsspeisen Tradition. Jedes Familienmitglied darf sich zwei oder drei Speisen wünschen. Die Bedingung ist: Es muss etwas sein, das fertig gekauft oder mit wenig Aufwand vorbereitet werden kann. Meistens sind es: Kartoffel-Salat und Würstchen, Tim-Mälzer-Dessert mit Tiefkühl-Himbeeren (Soßenkönig), Eis am Stiel und Mini-Pizzen (Prinzessin), Kartoffel-Salat, Mini-Pizzen, Räucherlachs und Domino-Steine (Kronprinz) und Vitello-Tonnato, Anti-Pasti vom Griechen und Tiramisu (Uta). Nur den Kartoffelsalat machen der Soßenkönig und ich am Heilig-Abend morgens selber. Der Rest wird gekauft oder am Vortag gemacht und in der Küche auf Platten angerichtet, dazwischen Zapfen und weiße Kugeln ... (Kalorien: keine Ahnung, Nährwert: wahrscheinlich gering, stressfreie Freude: jede Menge)
Und ihr? Welche Ideen habt ihr, die alles leichter machen? Wo habt ihr Mut zur Lücke? Wo seid ihr herrlich unperfekt?
Unser Weihnachtsmotto lautet nicht nur "Let it snow", sondern auch "Let it flow".
Immer fröhlich bleiben
Eure Uta
Sonntag, 15. Dezember 2013
Glückliche Familie Nr. 188: Vom Sein und Haben von Küchenwischlappen
Was ich gar nicht mag, ist das "für-diesen-Menschen-muss-ich-auch-noch-ein-Geschenk-haben"-Gefühl. Wenn das Herz nicht überläuft und ich nicht schenke aus einer inneren Fülle heraus, sondern weil es Erwartungen gibt.
Es ist ein schales Gefühl. Verloren streicht man durch das Einkaufszentrum und befragt die leblosen Dinge in den Regalen, ob sie eine Freude sein könnten für diese oder jene Person.
Heute morgen habe ich gemerkt, dass ich wieder so spät dran bin mit den Geschenken, dass ich der Phase mit den Verzweiflungskäufen bedrohlich nahe komme.
Ein kleines Heft mit Geschenkideen habe ich längst, aber ich werde die Listen jetzt nicht abarbeiten. So kann Weihnachten doch nicht sein, oder?
Neale Donald Walsch schreibt: "Leidenschaft ist die Liebe, das Sein in Handlung zu verwandeln." (Neale Donald Walsch: Gespräche mit Gott, Bd.1, S. 159)
So habe ich gestern nicht geguckt, was noch alles auf dem Zettel steht, sondern bin meinen Leidenschaften gefolgt. Und die führten mich in einen Laden, in dem es wunderbare Kugeln und Zapfen aus Bauernsilber gibt, wo es glänzt aus alten Weidenkörben, wo Perlmutt-Knopf-Nadeln in groben Leinenbändern schimmern und es gestrickte dänische Küchenwischlappen, ja Küchenwischlappen, in den schönsten Braun- und Grautönen gibt, so dass mir ein Seufzer nach dem anderen entfuhr.
Aus Erich Fromms "Haben oder Sein" wollte ich zitieren und mich mit euch zusammen abwenden vom vorweihnachtlichen Konsumrauschen. Und dann entdecke ich in meinem SEIN eine Freude an den Farbnuancen von gestrickten Wischlappen.
Das hat auch mit SEIN zu tun, auch wenn es an der Kasse zu einem HABEN wurde.
Das macht aber nichts.
Das zeigt nur, dass wir reich belohnt werden, wenn wir nicht auf Listen schielen und Ergebnissen nachjagen, sondern unseren Leidenschaften folgen und tun, was uns innerlich eingegeben wird.
Denn in dem Laden traf ich nicht nur meine Freundin und konnte mit ihr zusammen in Silberzapfen schwelgen, sondern fand auf einen Schlag vier Geschenke für meine Lieben aus der Liste.
Immer fröhlich euer SEIN in Handlung verwandeln
Uta
PS: swwwdee4ee5555555555555555555555555555w2. Schönen Gruß von unserer Katze Amy, zu deren SEIN es gehört, quer über die Tastatur zu laufen.
Mittwoch, 27. November 2013
Glückliche Familie Nr. 184: Party der Erleichterung
Vor zwei Wochen war ich zu einer Krebs-Vorsorge-Untersuchung. Das Ergebnis war unklar und verlangte weitere Untersuchungen. Die zweite Untersuchung konnte den Verdacht nicht klären und in mir breitete sich von Tag zu Tag etwas mehr Angst aus. Das dritte Verfahren schließlich brachte Klarheit und noch ein paar Tage später einen erlösenden Anruf. Alles gut! Danke!
Ich stieß einen Schrei aus, der - wie Prinzessin (12) berichtete - Vibrationen bis hoch in ihr Zimmer auslöste.
Ich kaufte Prosecco, Süßigkeiten, Chips, Lieblingslimonaden, das ganze Programm, drehte die Musik laut und alle tanzten, der Soßenkönig, Kronprinz, Prinzessin und am wildesten Königin Mutter. Wir lernten die Polka aus dem Tanzkurs vom Kronprinz ("Hacke-spitze, hacke-spitze - eins, zwei, drei"), wir tanzten "Memphis", schneller, immer schneller, wir lachten, prosteten uns zu, tanzten wieder und sackten erschöpft, verschwitzt und glücklich auf das Sofa.
"So einen schönen Abend hatten wir lange nicht mehr", sagte Prinzessin, als ich sie später ins Bett brachte.
Warum brauchen wir bloß immer einen Warnschuss, um unser Leben auszuschöpfen?
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| Strand-Tanz mit meinem Neffen und meinen Kindern vor Jahren am Hennestrand in Dänemark. Foto von meiner Schwester Nummer 3. |
Warum tanzen wir nicht häufiger einfach mal so?
Warum bewundern wir Sonnenuntergänge nur im Urlaub?
Warum haben wir nicht immer einen Witz auf Lager?
Warum fragen wir unsere Kinder "Hast du deine Hausaufgaben fertig?" statt "Hat dich heute schon mal jemand durch gekitzelt?" oder "Habe ich erwähnt, dass ich dich liebe?"
Klar, "immer schön fröhlich sein", wie ich euch penetrant dazu auffordere, das ist nicht möglich. Das Leben braucht das Auf und Ab, um wirklich erfüllt zu sein. Trauer gehört genauso dazu wie überschäumende Freude, Angst genauso wie Leichtigkeit. So einen permanenten Ballermann-Spaß hält keiner aus. Krankheit, Verlust, Tod - das führt uns in die Tiefe, zum Wesentlichen.
Aber dieses diffuse negative Dazwischen, das könnten wir uns doch sparen, oder? Dieser Ärger über das Internet, das nicht funktioniert, über das Wetter, das uns nicht passt, über Parklücken, die sich nicht auftun, schlechte Noten in der Schule, Zahnbeläge ... Oder am schlimmsten diese schmutziggraue Suppe aus diffusen Ängsten und Sorgen über Dinge, die in 90 Prozent aller Fälle sowieso nicht eintreffen.
Apropos Zahnbeläge. Montag war ich mit Prinzessin bei der Zahnärztin. Während der Zahnreinigung saß ich im Wartezimmer, als die Prophylaxe-Helferin mich mit Leichenbitter-Miene in das Behandlungszimmer bat: "Ich möchte, dass Sie sich das mal ansehen."
Wurzelfäule, Zahn verschluckt, Parodontose im letzten Stadium?
Ich trat neben meine Tochter, die auf dem Behandlungsstuhl lag. Das schwenkbare Licht stand dicht über ihrem Gesicht und ihre Schneidezähne strahlten in einem grellen Pink. Das kam von der Farbe, die die Beläge sichtbar machen sollte. Pink, eigentlich überall.
Ich musste herzhaft lachen. So ein Textmarker-Grinsen. Ich liebte meine Tochter und sogar ihre Zahnbeläge noch mehr als sonst und strich ihr über die Stirn.
Die arme Prophylaxe-Helferin, die mich geholt hatte, damit ich meiner Tochter eine Standpauke halte! Sie sah mich an, als wäre ich nicht ganz dicht. Sie wollte ja auch bloß gründlich sein und konnte nicht ahnen, dass sich bei mir gerade eine paar Maßstäbe verschoben hatten.
Wart ihr auch mal so erleichtert? Hat euch das wachgerüttelt? Habt ihr was verändert? Wann habt ihr zuletzt eine Polka getanzt?
Immer fröhlich euer Leben ausschöpfen mit allen Höhen und Tiefen, häufiger mal die Musik aufdrehen und richtig ausgelassen sein
Eure Uta
Mittwoch, 21. August 2013
Glückliche Familie Nr. 162: Vorstadtkrokodile
Mir ging es ja richtig gut in der neuen Freiheit.
Ihr hättet hören können, wie ich "Living in an easy way" summe und mit einem Stapel frischer Wäsche die Treppe hinauf gehe.
Ihr hättet sehen können, wie ich Prinzessin (12) begegne und wieder spontan geküsst werde.
Ihr hättet hören können, wie sie die Schultasche greift und mir zuruft: "Ich mach dann mal Geo." Und ich nur singe: "Ja, wie du meinst." Und lächend meiner Wege ziehe.
Die Stimmung zwischen Prinzessin und mir war wie ausgewechselt.
Spontan-Umarmungen, längere Berichte aus der Schule, sogar Instagram-Fotos ihrer Freundinnen wurden mir gezeigt.
Ich merke: Wenn die Beziehung zum Kind gut ist, habe ich es leichter, Dinge durchzusetzen, die mir wichtig sind.
Als ich am Freitagnachmittag nach Hause kam, guckte Prinzessin fern.
"Das kann ich jetzt echt nicht haben. Mach bitte den Fernseher aus", bat ich. Ich musste zwar noch einmal bitten, aber dann tat sie es ohne Murren.
Mir gefällt gut, wie Tanja Haeusler in dem Buch "Netzgemüse" die Auseinandersetzungen mit ihren Söhnen beschreibt. Da spielt der Jüngere ein Video-Spiel und braucht noch fünf Minuten, ehe er zum Abendbrot kommen kann.
Mutter kennt das Spiel und weiß, dass er alle erarbeiteten Punkte wieder verliert, wenn sie ihm nicht noch fünf Minuten gibt, um das Level zu schaffen. Sie hat einen guten Tag und statt zu brüllen: "Du kommst sofort oder du darfst morgen gar nicht an den Rechner!", setzt sie sich dazu und feuert ihn bei der finalen Monsterjagd an.
Man kann davon ausgehen, dass Haeuslers danach ein nettes Abendbrot hatten.
Im Alltag mit mehreren Kindern ist das kaum umzusetzen.
Aber ab und an kann man ein Signal setzen und zeigen, ich verstehe deine Bedürfnisse und verteufele nicht alles, was du zum Beispiel am Bildschirm machst.
Bei vielen Eltern spüre ich ein graues Grundmisstrauen gegen alles, was ihre Kindern begeistert - wenn es nicht zufällig die Viola da Gamba ist.
Apropos Misstrauen.
Euch ist sicher nicht entgangen, dass ich am Anfang die Vergangenheitsform gewählt habe.
Was ist passiert?
Gestern beim Frühstück erwähnte Prinzessin, dass die Klasse eine Abschiedsparty geben möchte für einen Mitschüler, der mit seiner Familie für drei Jahre ins Ausland zieht. Sie dürften in dem alten Haus von Simon feiern. Das stünde jetzt leer, weil die Familie umgezogen sei.
Party in einem leerstehenden Haus?
Uta assoziiert Drogendealer, Vandalismus, betrunkene Jugendliche, die nicht eingeladen waren.
"Simons Eltern werden dabei sein", versichert Prinzessin.
"Sie hocken sich in das verlassene Haus?" - "Ja, hat Simon gesagt."
Ich runzele die Stirn, sie fährt ohne Winken zur Schule.
| Prinzessin, wieder abgetaucht. |
Am Nachmittag telefoniere ich mit meiner Freundin. Ja, sagt sie, eine Weile ist man gut unterwegs mit den Kindern und vertraut ihnen und dann springt einen wieder irgendein Teufelchen an und man bekommt es mit der Angst zu tun.
Ich muss an Max von der Grüns Buch "Vorstadtkrokodile" denken, wo Kinder in einer verlassenen Fabrik die tollsten Abenteuer erleben. Nach genau solchen Abenteuern sehnen wir uns für unsere Kinder, rufen aber schon auf ihrem Handy an, wenn sie mal eine halbe Stunde später aus der Schule kommen.
Am Abend erkundige ich mich bei Prinzessin vorsichtig nach der Party. Die ganze Klasse ist beteiligt, die Kinder haben Einkaufslisten geschrieben und aufgeteilt, wer welche Besorgungen macht. Es war als Überraschungsparty für Tim gedacht, der unter einem Vorwand in das Haus gelockt werden sollte. Nur leider hat sich Leon verplappert. Prinzessin ist enttäuscht.
Gut, dass ich die Kurve gekriegt, noch einmal mit ihr gesprochen und diesmal auch zugehört habe.
Zwar ist mir immer noch mulmig beim Gedanken an diese Party und ich weiß noch nicht, wie wir damit umgehen werden. Aber zumindest sind wir wieder im Gespräch. Prinzessin taucht wieder langsam auf.
In einem meiner schlauen Bücher habe ich gelesen, dass Menschen entweder gesteuert werden von Angst oder von Liebe.
Mit Liebe läuft es besser.
Immer schön die Angst-Teufelchen in die Flucht schlagen, klar denken und lieben
Uta
Donnerstag, 30. Mai 2013
Glückliche Familie Nr. 147: Bollywood im Taxi
"Vier Fünftel der Weltbevölkerung betrachten das Leben als eine Prüfung, als Drangsal und Leiden, als Probezeit, als abzutragende karmische Schuld, als Schule der harten Lektionen, die gelernt werden müssen, ..." (aus: Neale Donald Walsch: Gespräche mit Gott, S. 308)
Die Hamburger Taxifahrer Lovely und Monty Bhangu gehören zu dem restlichen Fünftel der Menschheit, für die das Leben ein Fest ist. Die beiden Brüder aus Indien spielen in ihrem Taxi fröhliche Bollywood-Musik und haben inzwischen eine eigene CD mit deutschen Texten zu indischer Musik produziert.
"Elbchaussee bis Airpo-o-o-rt,
volles Leben ist do-o-o-rt,
willst du Stress unte-e-e-rdrücken,
gehst du an Landungsbrü-ü-ü-cken."
Das ist nicht Rilke, aber so lebensfroh und lustig, dass ich dem Soßenkönig die CD und einen Gutschein für eine Taxifahrt mit Lovely oder Monty zu seinem Geburtstag diese Woche geschenkt habe. Lovely kam vorbei und brachte persönlich die CD und diese Autogrammkarte.
Jede Menge Baustellen in Hamburg, Straßen mit Schlaglöchern, Dauerregen, Dauerstau, unfreundliche Fahrgäste, Ausländerfeindlichkeit ... Lovely und Monty hätten eine Menge zu klagen, wenn sie nicht beschlossen hätten, fröhliche Menschen zu sein und Musik zu machen.
Euch haben wir es zu verdanken, dass wir diese Woche so viel Spaß hatten. Danke!
Immer schön fröhlich bleiben
Uta
PS: Mir ist es nicht gelungen, das Video der singenden Taxifahrer hoch zu laden, aber hier ist der Link, wenn ihr es euch anschauen und mitsingen möchtet.
Samstag, 22. Dezember 2012
Glückliche Familie Nr. 109: Die Schaffenskrise
Immer vor Weihnachten habe ich eine Schaffenskrise. Nicht so wie Künstler, die sich theatralisch an die hohe Stirn fassen.
Sondern ganz praktisch: Ich schaffe das alles nicht!
Die letzten drei Geschenke besorgen, die Haare tönen, der liebsten Freundin das originellste Weihnachts-Familien-Foto der Welt schicken, das Tiramisu diesmal selber machen, Tante Fine eine Karte schreiben, erotisch bleiben für meinen Mann, misslungene Kekse durch silberne Zuckerperlen aufwerten ...
Zu allem Übel lief mir gestern Rolf Zuckowski über den Weg. Wisst ihr der, der die ganzen Kinderlieder geschrieben hat ("Heut' ist dein Geburtstag", "In der Weihnachtsbäckerei" ...). Er wohnt bei uns im Stadtteil und stieg gerade mit einem seiner Enkel aus dem Auto.
Der Enkel hatte gerade laufen gelernt, wankte gegen meine Einkaufstaschen und sagte: "Mama."
(Soviel zu meiner erotischen Ausstrahlung, dass sogar die weltläufigen Zuckowski-Enkel sofort das Muttertier in mir wittern.)
"Ja, das ist vielleicht auch eine Mama", sagte Rolf Zuckowski und nahm den Jungen liebevoll an die Hand.
Bilder stiegen in mir auf. Die ganze Zuckowski-Familie unter der raumhohen Nordmann-Tanne. Oma, Opa, erwachsene Kinder mit Zuckowski-Nachwuchs in Maxi-Cosi-Schalen, kleine Mädchen in Flanellkleidern und Jungs, die so toben, dass "Tweety", Rolfs legendäre Gitarre, fast in die Krippe stürzt.
Und es wird gesungen, gesungen und gesungen. Altes Liedgut, neues Liedgut, Selbstkomponiertes mit Widmung und so viele Strophen "Tochter Zion", dass die Gans darüber knusprig wird.
Nach der Zuckowski-Begegnung erreichte meine Schaffenskrise ihren Höhepunkt.
Nicht geschafft, ein Lied einzuüben, nicht geschafft, das Weihnachtspapier mit selbst gemachten Moosgummi-Stempel zu bedrucken, nicht geschafft, die Rosenstöcke im Garten anzuhäufeln, nicht geschafft, immer fröhlich zu bleiben ...
Abrupt setzte ich beide Einkaufstüten in den Matsch. Schluss mit den Selbstgeißelungen.
Immer schön fröhlich sein, ab sofort, nicht erst Heiligabend
Uta
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Glückliche Familie Nr. 107: Strahlende Männeraugen
Neulich hatte ich wieder Cafeteria-Dienst in unserer Schule. Beim Aufräumen sagte eine der anderen Mütter: "Mein Mann und ich schenken uns schon lange nichts mehr zu Weihnachten." Die anderen nickten. "Es reicht schon der ganze Stress mit den Geschenken für die Kinder."
Ich schaute in den riesigen Topf, den ich gerade abtrocknete. "Nichts mehr zu Weihnachten... nichts mehr ..." Mir war, als hörte ich ein trauriges Echo vom Grund des Topfes. "Nichts mehr ..."
Wer seit November eine durch 24 teilbare Zahl von Päckchen für Söhne und Töchter geschnürt hat, wer für den Weihnachtsmarkt in der Schule gebacken und gebastelt hat, wer zum Nikolaus die Stiefel gefüllt hat und gleich wieder los muss für die persönlichen "Kleinigkeiten" für die Patentante, den Briefträger, den Zeitungsboten, den Saxophonlehrer, die Hip-Hop-Trainerin ...
.... ist irgendwann durch mit Weihnachten und mit der Liebe.
Dann hat es sich ausgeliebt, dann ist es ein Geschenk, wenn man mit dem Menschen, den man vor den Kindern und dem Labrador kannte, auf dem Sofa dösen darf.
Dann können wir so weiter machen, bis auf uns die Beschreibung passt, die Marie-Luise Scherer auf ihre Tanten gemünzt hat:
"Soweit ich meine Tanten überblicke, war jede eine Herrscherin, die ihren Mann mehr ertrug, als dass sie ihn liebte. Und wenn im Alter diese Männer nicht mehr aus der Küche wichen, nur noch im Wege saßen und ein Faktor der Unordnung waren, machten sie sich bald ans Sterben." (Die Journalistin Marie-Luise Scherer in einer Rede zit. in Hamburger Abendblatt vom 2.3.2012)Können wir nicht bei den Kindern ein Geschenk streichen, dem Saxophon-Lehrer einmal warm die Hand drücken, die Kekse kaufen und der Liebe unseres Lebens zu Weihnachten eine echte Freude machen?
| Das Geschenkband gibt es im "Depot". |
Eure Uta
Dienstag, 30. Oktober 2012
Glückliche Familie Nr. 95: Der Quadrant fürs Wesentliche
Anfang Dezember des vergangenen Jahres stand eine Frau vor mir im Einrichtungsladen und ließ sich ein Steckenpferd einpacken. "Dies ist das letzte Weihnachtsgeschenk", sagte sie stolz, "dann habe ich alle."
Ich schluckte. Es waren noch zweieinhalb Wochen bis Heiligabend und ich hielt Weihnachtsgeschenk Nr. 1 in Händen.
Ich denke viel daran herum, wie ich im "Hier und Jetzt" leben kann und trotzdem das Morgen und Übermorgen plane, damit es dort auch ein gutes "Hier und Jetzt" gibt.
Habe ich nur den Eindruck oder blenden die Weisheitslehrer diesen Aspekt komplett aus, wenn sie im Lotussitz vor ihren Klangschalen sitzen?
Wie wichtig es ist, sich ab und an im Leben einen Plan zu machen, ist mir bei Steven R.Covey klar geworden. Der frühere Professor für Business Management und Begründer eines neuen Zeitmanagements hat ein Modell aus vier Quadranten entwickelt.
Quadrant 1: hier tröste ich das Kind, das sich das Knie aufgeschlagen hat, ich rufe den Handwerker an, weil die Heizung kaputt ist, ich überweise das Geld, das übermorgen fällig ist ... In den Quadranten 1 gehören alle Tätigkeiten, zu denen man keine Frage hat, ob sie getan werden müssen oder nicht.
Quadrant 2 ist der Quadrant des Planens. Hier mache ich mir Gedanken, warum ich gerade in meinem Job unglücklich bin und plane konkrete Schritte, um etwas daran zu ändern. Wenn es Stress gibt mit einem meiner Kinder, überlege ich, was ich tun kann, um das Miteinander schöner zu gestalten. Hier male ich mir aus, wie ich in diesem Jahr Weihnachten feiern möchte ... In diesen Quadranten gehört außer Planen auch Ausruhen und Kräfte sammeln oder künstlerisch tätig sein.
Quadrant 3: Dieser Quadrant ist voller e-Mails. Die meisten Botschaften, die man auf diesem Weg erhält, sind bei näherer Betrachtung nicht wichtig, suggerieren aber durch das Prinzip der Warteschleife Dringlichkeit. Man fühlt sich schlecht, wenn man nicht reagiert. Außerdem läuft der Papierkorb über.
Auch manche Arzttermine gehören hier herein: die fünfte Vorsorge-Untersuchung im Quartal, das Nocheinmal-Röntgen, Ultraschall von vorne und "Kern-Spin" rundum, weil der Arzt auch das letzte Restrisiko des Lebens noch ausschalten will.
In Quadrant 4 zappe ich durch die Fernsehprogramme, ohne etwas zu finden, was mich wirklich interessiert. Damit ist nicht gemeint, einen Film zu sehen, der einen wirklich unterhält und entspannt, sondern das geistlose Rumzappen und das schale Gefühl danach. In Quadrant 4 befindet sich auch das oberflächliche Gespräch, das niemanden weiterbringt, Klatsch und Tratsch, Small-Talk, BILD-"Lesen" ...
Steven R. Covey schreibt, dass Quadrant 2 der wichtigste Quadrant ist.
Wenn ich Quadrant 2 missachte, schwillt Quadrant 1 an. Dann ist plötzlich alles dringend und wichtig und ich habe Stress pur.
Und was ist nun mit den Weihnachtsgeschenken Ende Oktober?
Ich bin in mich, also in Quadrant 2, gegangen und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
Ich möchte Weihnachtsvorfreude auskosten, möchte mit den Kindern Schnee schaufeln und dann im Warmen das Räucherhäuschen anzünden und das erste Spritzgebäck kosten, ich möchte mit ihnen Tannenbäume auf Packpapier stempeln und mit Muße persönliche Geschenke besorgen. Damit ich dafür Zeit habe, fange ich morgen, am 30. Oktober, an, die ersten Geschenke zu besorgen. Puh!
Uta
PS: Ich habe einen Blog-Award bekommen, hier. Vielen Dank Poie Sandybanks! Ich habe mich sehr darüber gefreut. Sorry, dass ich jetzt erst reagiere.
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Glückliche Familie Nr. 89: Wehen und Weihnachtsbaum
Wir schreiben den 10. Oktober anno 2012 und meine Schwester Nr. 2 hat schon einen Weihnachtsbaum.
In einer Schonung in Ostwestfalen flattert ein Zettel mit ihrem Namen an einer Tanne im Herbstwind. "Reserviert!"
Tags vor Weihnachten, also demnächst, wird er geschlagen und ins Haus geliefert.
Diese Nachricht platzte in mein tägliches Bemühen, im Hier und Jetzt zu leben. Aus meinen esoterischen Büchern habe ich gelernt, dass der gegenwärtige Augenblick die einzige Quelle für das Glück ist.
In meinem Alltag sieht das so aus:
Wenn ich schmutzige Socken entknubbele, ist der Sinn meines Lebens nichts weiter, als schmutzige Socken zu entknubbeln. Nirgendwo erfahren schmutzige Socken so viel Bewusstheit wie in unserem Haushalt.
Sich gedanklich abzuwenden von den Falke-Pärchen mit dem Softbündchen und an die nächste halbe Stunde oder gar an einen Weihnachtsbaum zu denken, verbiete ich mir eisern.
Der Weisheitslehrer Eckhart Tolle warnt davor, den gegenwärtigen Augenblick zu missachten.
"Du bist nie ganz hier, weil du immer damit beschäftigt bist, anderswohin zu kommen."Ich will ganz hier sein.
Ich halte viel von Tolle. Aber eines muss ich gestehen: Wenn ich im Keller mit der Hand in muffigen Socken stecke und über meinem Kopf die Spinnen Tarzan spielen, will ich einen anderen gegenwärtigen Augenblick.
Für mich funktioniert am besten ein wohl rhythmisierter Wechsel
- von Trubel und Innehalten
- von Zack-Zack-Erledigungstagen und einem Lümmel-Wochenende ohne Termin
- von körperlicher und geistiger Arbeit
- von Tolle lesen und Socken waschen
- von Alleinsein und mitten in Familie sein
Das macht mir Angst. Deshalb bin ich um Gegenwärtigkeit bemüht selbst beim Socken-Knubbeln.
"Du kannst dein Leben nicht verlängern, du kannst es nur vertiefen." (Gorch Fock)
Gestern haben wir vertieft.
Ich habe das Wohnzimmer mit Geburtstagsgirlanden geschmückt, mein Mann hat Herzluftballons mit Fahrradpumpe aufgeblasen. Prinzessin hat der Katze von Kronprinz ein Happy-Birthday-Schild um den Hals gehängt und sie damit in sein Zimmer gedrückt. Mein Mann hat im Büro angerufen, dass er wegen Thronfolger-Geburtstag später kommt. Wir haben gesungen und lange gefrühstückt mit Brötchen und Eiern und Speck und Schoko-Muffins. Und alle hatten ein bisschen Pipi in den Augen wegen dem Geburtstagsbrief, den Papa geschrieben hat, und der XXL-Foto-Collage, die Prinzessin gebastelt hat.
Solche "gegenwärtige Augenblicke" sind mir die liebsten.
Immer schön fröhlich feiern, was es zu feiern gibt.
Uta
PS: Auch Tagebuchschreiben, Fotografieren, Bloggen, Malen, mit einem Becher Kaffee in der Hand die Kinder beim Spielen beobachten sind gute Lebens-Vertiefungs-Maßnahmen - finde ich.
Montag, 24. September 2012
Glückliche Familie Nr. 83: Viehtrieb und Familienessen
Wenn ihr die Nase davon voll habt, jeden Tag neues Essen heran zu schleppen, solltet ihr euch diesen Satz an den Kühlschrank hängen:
Kinder und Jugendliche, die mindestens 7x in der Woche mit der Familie zusammen essen, haben auffallend bessere Schulnoten als die, die das nur 2x oder seltener tun. Außerdem weisen sie ein niedrigeres Drogenrisiko auf, leiden weniger an Essstörungen und besitzen eine deutlich bessere Allgemeinverfassung.
(Untersuchung der Kinderärztin Maria Eisenberg zitiert in: Joachim Bauer, Lob der Schule. Hamburg 2007, S. 99f.)
Es würde mich nicht wundern, wenn die Familienesser später auch noch glücklichere Ehen führen, ihr Risiko für Darmkrebs niedriger ist und sie durchschnittlich häufiger zur Kommunalwahl gehen als die, die eine Allein-Esser-Kindheit hatten.
Ich bin ja nicht so wissenschaftsgläubig. Aber wenn mir ein Ergebnis ins Weltbild passt, muss ich das sofort bloggen.
Und wenn ich mal keine Lust habe, wieder für ein Essen zu sorgen, denke ich an das Zitat der Kinderärztin.
... oder ich denke an eine Szene aus dem Film "Der Pferdeflüsterer". Dort sitzt die ganze Verwandtschaft von Tom Booker, dem Pferdeflüsterer (gespielt von Robert Redford, schmacht) an einer langen Tafel draußen auf der Farm und feiert das Ende des Viehtriebs. Alle sind glücklich erschöpft von der Arbeit und genießen ein herrliches Barbecue unter einem alten Baum.
Leckeres Essen, Familie, Freunde, Lachen, Grillenzirpen, ... Braucht es mehr zum Glück?
So etwa:
| Tafel in unserem Garten, das Vieh grast auf der Weide dahinter :-) |
Nun reichen unsere zwei Katzen nicht für einen Viehtrieb. Und wenn ich den Kater einfangen und ihm das Brandzeichen unserer kleinen Doppelhaus-Gemarkung zischend auf den Hintern drücken würde, würde Prinzessin (11) nicht nur das anschließende Barbecue, sondern die Familienessen des nächsten Jahrzehnts boykottieren.
Auch ohne Viehtrieb habe ich mir Farm-Feeling ins Haus geholt: eine große Glocke aus Gusseisen. Ich habe sie unten an die Wand zum Treppenaufgang geschraubt und jedes Mal, wenn das Essen fertig war, kräftig geläutet. Ich habe kurz die Augen geschlossen und sah im Geiste alle aus den Stallungen und den Feldern herbei rennen. Und als meine Lieben vor der dampfenden Suppe saßen, habe ich den Brotlaib an den Busen gepresst und für jeden eine dicke Schnitte abgeschnitten.
Aber das Feeling ...
Eines Mittags habe ich so heftig geläutet, dass die Verankerung aus der Wand gerissen ist und die Glocke eine tiefe Kerbe in eine Holzstufe geschlagen hat. Seither bimmele ich mit einem kleinen Glöckchen.
Also, was wollte ich sagen ... ach so:
Wegen der Schulnoten, der Drogen und der Allgemeinverfassung immer schön fröhlich Essen kochen und gemeinsam genießen
Uta
Montag, 14. Mai 2012
Glückliche Familie Nr. 44: Live high
Noch ein Nachtrag zur Konfirmation.
Bevor sie alle kamen,
war ich aufgeregt.
Werden wir rechtzeitig fertig? Ist die Torte aufgetaut, der Kaffee nicht zu stark? Wo ist der Zettel für die Fürbitte? Bekommen wir alle einen Platz in der Kirche?
Es war 11.30 Uhr Ortszeit, noch dreieinhalb Stunden bis zur Kirche, als der Konfirmand (auf dem Bild mit der gestreiften Krawatte) diese Musik aufdrehte.
Fußtritt für den Staubsauger, Tischdecke in die Ecke gepfeffert, jetzt wird getanzt.
Wir rissen die Arme hoch, hüpften quer durchs Zimmer, steppten bis zur Treppe. "Hey, lass das noch mal laufen." Hüften kreisten sich schwindelig, Prinzessin (11) lachte Tränen. "Mama, dein Tanzstil ist so krass peinlich." Wir grölten, schwitzten, lagen uns in den Armen. Sooooooo gut.
Die Anspannung der letzten Tage? Einfach weggetanzt.
Leben ist für mich ohne Musik nicht denkbar. Ich meine jetzt nicht unbedingt die Etüde am Klavier. Ich meine das Aufdrehen der Anlage, die spontane Disco im Wohnzimmer, ich meine Aretha Franklin unter der Dusche, das Percussion-Solo auf dem Sideboard, der Groove bis in die Milz.
Ausgelassen, frei, jede Bewegung von tief drinnen.
Ich habe nicht viel Ahnung von Musik, hatte nie eine nennenswerte Plattensammlung. Und wenn im Autoradio was läuft, was mir gefällt, muss ich immer die anderen fragen, von wem das ist. Egal.
Tanzen und Singen - das macht das (Familien-)Leben so viel schöner und leichter.
- Aktuell lieben Prinzessin und ich "I say a little prayer" von Aretha Franklin (20 Greatest Hits, Nr. 10). Wisst ihr, das ist der Song, den auch Ivy Quainoo mit The Bosshoss gesungen hat in diesem traumhaften roten Glitzerkleid.
- Nach einem hektischen Tag kommen wir beim Abendessen gerne runter mit Klaviermusik von Ludovico Einaudi.
- "You can do what you want" von Cat Stevens finde ich toll für einen beschwingten Start in den Tag. ("And if you want to live high, live high ....)
- Auf Höhe der ersten Düne von Hennestrand (Dänemark), unserem liebsten Entspannungsort, schieben wir im Auto gerne "Gabrielles Sang" aus dem Film "Wie im Himmel" ein. Dann schmettern Prinzessin (11) und ich in unserem Möchte-gern-Schwedisch
"Jag vill leva lycklig
för att jag är jag,
kunna vara stark och fri
se hur natten gar mot dag."
"Ich will glücklich leben,
weil ich ich bin,
stark und frei sein können,
sehen, wie die Nacht zum Tag wird."
Und die Männer im Auto rollen die Augen und prüfen, ob alle Fenster und das Dach dicht sind.










